Neuigkeiten aus dem Schul- und Kulturausschuss
Begehung alte Grundschule
Im Rahmen des Schul- und Kulturausschusses wurde die alte Grundschule besichtigt. Im verbliebenen Gebäudeteil, der aktuell auf drei Etagen vom Studieninstitut angemietet wird, befinden sich zusätzlich die Räumlichkeiten des Betreuungsvereins sowie teilweise die Musikschule. In diesem Teil sind kleinere – im Verhältnis überschaubare – Umbauarbeiten geplant. Ziel ist es, den Bestand zu prüfen und die geplanten Maßnahmen umzusetzen, insbesondere im Hinblick auf den Anspruch auf Ganztagsbetreuung, der noch in diesem Jahr realisiert werden soll.
Auf der unteren Etage – auf Höhe des Eingangs - sind aktuell nur wenige Änderungen vorgesehen. Da das Treppenhaus von Studieninstitut, VHS, Schule und Betreuung genutzt wird, könnte es sinnvoll sein, zusätzliche Ausgänge oder Anpassungen bezüglich der Fluchtwege vorzusehen, wie Schöttler erklärte. Konkrete Planungen gebe es hierzu bereits mit einer zusätzlichen Ausgangstür an der äußeren Gebäudekante des 1. OG.
Im 1. OG der alten Grundschule ist derzeit der Betreuungsverein untergebracht. Da es sich um eine gemeinsame Nutzung mit der Schule handelt, ist angedacht, die Räume zeitlich abgestimmt zu nutzen. So können sich die Nutzungen gut ergänzen.
Ein wichtiger Punkt, der noch genauer betrachtet werden muss, sind die Zugangsmöglichkeiten zu den einzelnen Räumen. Die Türen sind teilweise sehr weit nach hinten versetzt, was insbesondere für Menschen mit Rollstuhl oder Gehhilfe problematisch sein kann, da die Durchgänge schmal sind und sich die Türen schwer öffnen lassen. Dieses Thema ist im Plan vermerkt und muss noch geklärt werden.
Geplant ist, wie eingangs schon einmal erwähnt, außerdem ein zusätzlicher Ausgang am Ende des Flurs, direkt an der abgebrochenen Gebäudekante. Dieser wird im Zuge der laufenden Fassadenerneuerung umgesetzt. Dort soll eine Tür eingebaut werden, sodass Eltern ihre Kinder aus der Betreuung abholen können, ohne durch das gesamte Gebäude gehen zu müssen. Die Kinder können dann direkt hinausgehen und dort abgeholt werden. Ebenfalls soll diese Tür als Fluchtweg dienen. Die Fassadenarbeiten, die zum Bauabschnitt 3 des Bildungszentrums zählen, haben bereits begonnen, und in diesem Zusammenhang wird auch dieser Ausgang realisiert.
Die Räume selbst sind insgesamt großzügig geschnitten und eignen sich gut für eine Nutzung am Nachmittag, auch für gemeinschaftliche Aktivitäten. Aktuell werden sie bereits vom Betreuungsverein genutzt.
Die Fenster sind bislang nicht ausgetauscht worden. Im Rahmen einer möglichen energetischen Sanierung muss geprüft werden, ob ein Austausch sinnvoll ist. Auch eine energetische LED-Umrüstung der Beleuchtung wird geprüft. Für den Ganztagsausbau stehen Mittel sowohl für investive Maßnahmen als auch für Unterhaltungsmaßnahmen zur Verfügung.
In der unteren Etage befindet sich unter anderem ein größerer Raum, der von der Musikschule genutzt wird, sowie drei Räume des Betreuungsvereins. Sonnenschutz ist vorhanden (Vorhänge), was für die aktuelle Nutzung ausreichend ist. Auch bei einer Mitnutzung durch die OGS am Nachmittag ist keine starke Beeinträchtigung zu erwarten.
Die Sanitäranlagen wurden vor kürzlich erneuert. Zusätzlich wurden in ehemaligen Abstellräumen Toiletten für den Betreuungsverein eingerichtet. Ziel war es, zu vermeiden, dass die Kinder die Toiletten der Grundschule oder barrierefreie Einzeltoiletten nutzen müssen. So stehen den Betreuungskindern eigene, gut erreichbare Sanitärbereiche zur Verfügung.
Dachsanierung der Turnhalle Rahlenberg
Die Gemeinde Herscheid plant, das Dach der Turnhalle Rahlenberg im Laufe dieses Jahres grundlegend zu erneuern. Darüber informierte Bauamtsleiterin Sandra Schöttler bei einer Ortsbegehung mit dem Schul- und Kulturausschuss.
Die Turnhalle wurde Ende der 1970er-Jahre errichtet. Das bestehende Flachdach ist derzeit mit Bitumen abgedichtet und lediglich mit einer rund fünf Zentimeter starken Styropordämmung versehen. Für die etwa 1.200 Quadratmeter große Dachfläche ist nun eine umfassende Sanierung vorgesehen. Geplant ist der Einbau einer deutlich stärkeren Dämmung aus Steinwolle mit einer Stärke von rund 20 Zentimetern, um die energetische Situation des Gebäudes nachhaltig zu verbessern.
Im Zuge der Sanierungsmaßnahme soll zudem geprüft werden, ob auf dem neuen Dach eine Photovoltaikanlage installiert werden kann. Ob dies ohne weitere bauliche Ertüchtigungen aus statischer Sicht möglich ist, wird derzeit untersucht.
Wie Kämmerin Sabine Plate-Ernst ergänzte, sind im Haushaltsplan 2026 für die Dachsanierung Mittel in Höhe von 260.000 Euro vorgesehen. Dabei handelt es sich um eine erste Kostenschätzung. Konkrete Angebote sollen eingeholt werden, sobald der Haushalt genehmigt ist. Die Beschlussfassung ist für die Ratssitzung Anfang März geplant, im Anschluss soll die Ausschreibung zeitnah erfolgen.
Mit der Maßnahme setzt die Gemeinde Herscheid einen weiteren Schritt zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude um.