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Ein Vierteljahrhundert „Bildungstag mit Herz“: 25 Jahre Stöbertag – Eine Zeit zum Entdecken und Staunen


Unter dem Motto „Entdecken, Fragen, Mitmachen“ feierte der Stöbertag in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Seit 25 Jahren ermöglicht dieser Aktionstag Kindern einen spannenden Einblick in die Arbeitswelt – direkt vor Ort in Betrieben, Werkstätten, Büros und sozialen Einrichtungen. Aus diesem Grund hat die Gemeindeverwaltung in dieser Woche alle Akteure, die diesen besonderen Tag jedes Jahr ermöglichen, in die Aula des Bildungszentrums eingeladen, um sich für das großartige Engagement zu bedanken.


Bürgermeister Uwe Schmalenbach begrüßte die Anwesenden und blickte zurück auf die Anfänge: „Was 1999 als Idee begann, ist heute eine fest etablierte Tradition, die jährlich viele Kinder begeistert. Auch in diesem Jahr ziehen sie am 12. Juni wieder neugierig los, ausgestattet mit den bekannten gelben Kappen, die längst zum Erkennungszeichen des Stöbertags geworden sind“, sagte er und ergänzte: „Seit einem Vierteljahrhundert öffnen Menschen hier vor Ort ihre Türen für Kinder und ermöglichen ihnen, einen ganz persönlichen, greifbaren Zugang zur Lebenswelt der Erwachsenen zu bekommen. Der Stöbertag ist weit mehr als ein Aktionstag – er ist ein Bildungstag mit Herz.“

Sein besonderer Dank galt dem Jugendzentrum, das als logistisches Zentrum dient, sowie dem Jugendamt des Kreises, das den Stöbertag von Beginn an unterstützt. Auch die vielen Lehrkräfte, Begleitpersonen und Fahrdienste tragen jedes Jahr maßgeblich dazu bei, dass der Tag reibungslos verläuft. Er dankte auch den Organisatorinnen und Organisatoren der Verwaltung für ihre Arbeit. Sie hatten die Aula zur Feier des Tages mit Zeitungsausschnitten, Fotos und alten Berichten der Stöberkinder geschmückt und diese Leinwände zeigten eindrucksvoll, wie sich der Stöbertag im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Streetworker Andreas Wehberg sorgte mit einem Quiz zum Thema Kinderrechte für humorvolle Unterhaltung und klärte gleichzeitig über den Sinn des Stöbertages auf.

Neben Schulleiterin Heike Zilinski, die ebenfalls hervorhob, wie wichtig der Stöbertag für die Grundschulkinder sei, ergriff der Begründer, Matthias Sauerland vom Jugendamt des Märkischen Kreises, das Wort, der die Aktion damals ins Leben gerufen hatte. Er erlebte den sogenannten „Roefeltag“ damals in Belgien und setzte daraufhin alle Hebel in Bewegung, um die Idee in den Märkischen Kreis zu tragen.

„Ich erinnere mich an einen Stöbertag in Belgien Da waren wir in einem Supermarkt. An jeder Kasse saß ein Kind – die Kunden haben sich in Geduld geübt, und die Kinder haben hochkonzentriert ihren Job gemacht. Die haben das mit so viel Ernst und Freude getan, dass man wirklich staunen konnte. Solche Momente zeigen, wie wichtig es ist, Kinder mitmischen zu lassen. Genau das ist ja das Motto: Mitmischen erwünscht. Und ich finde, dass alle Beteiligten – die Betriebe, die Einrichtungen, die Organisatoren und Unterstützer – ein wunderbarer Beweis dafür sind, dass das gelingen kann“, schilderte er seine Erlebnisse aus vielen Jahren Stöbertag. Er appellierte an alle Anwesenden, weiterzumachen: „Wenn wir dieses Engagement weitertragen – dann feiern wir auch in 25 Jahren noch begeistert den 50. Stöbertag“.

Er übergab das Wort an Moderator Fabian Kläs vom Märkischen Kreis, der genau bei denen nachhakte, die seit teilweise 25 Jahren in erster Reihe mit dabei sind – bei den Stöberstellen selbst. So ließ er die Polizeibeamten zu Wort kommen, ließ sich die ein oder andere Anekdote vom Bürgermeister erzählen oder befragte den Redakteur des Süderländer Tageblattes nach seinen Erinnerungen, die wie auch die Anekdoten der Vorredner für herzhaftes Lachen in den Reihen sorgten.

Nicht zuletzt war die Veranstaltung, die mit einem Abendsnack und gemütlichem Beisammensein ausklang,  auch ein Appell an die Zukunft: „Vielleicht erinnern sich die Kinder von heute in einigen Jahren an diesen Tag zurück – und vielleicht führt sie ihr Weg sogar wieder dorthin zurück, wo sie damals zum ersten Mal mit großen Augen standen.“, fasste der Bürgermeister es in passende Worte.

Jedes Jahr braucht es rund 40 bis 50 sogenannte „Stöberstellen“, damit alle interessierten Kinder teilnehmen können. Die Organisatoren riefen dazu auf, weiterhin Betriebe und Einrichtungen für diese Idee zu gewinnen – denn nur so bleibt der Stöbertag lebendig und feiert vielleicht in 25 Jahren dann sein 50. Jubiläum.

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