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Feuerwehrgerätehaus Herscheid: Ausschuss empfiehlt Investition für Zukunft der Feuerwehr

WP Architekten

Der Feuerwehr- und Katastrophenschutzausschuss der Gemeinde Herscheid hat sich in seiner jüngsten Sitzung ausführlich mit den Planungen zur Erweiterung und Modernisierung des Feuerwehrgerätehauses an der Bahnhofstraße beschäftigt. Nach Vorstellung der aktuellen Planungen durch die Verwaltung wurde der vorgestellte Planungsstand des Bauabschnitts mehrheitlich beschlossen und die Umsetzung beauftragt. Die Abstimmung erfolgte bei einer Gegenstimme der UWG.

Das bestehende Feuerwehrgerätehaus wurde bereits im Jahr 1981 errichtet. Schon im Brandschutzbedarfsplan von 2018 wurden verschiedene bauliche Mängel und Defizite festgestellt, die den heutigen Anforderungen an eine moderne Feuerwehr nicht mehr entsprechen. Zwar konnten in den vergangenen Jahren einzelne Mängel behoben werden, insbesondere bei den Platzverhältnissen für Umkleiden, Lagermöglichkeiten, Verkehrswegen und Fahrzeugstellplätzen besteht jedoch weiterhin erheblicher Handlungsbedarf.

Die Gesamtmaßnahme umfasst neben dem Neubau von Feuerwehrbereichen auch die Erweiterung der Rettungswache sowie die spätere Sanierung des Bestandsgebäudes. Die aktuelle Kostenschätzung beläuft sich auf insgesamt rund 9,33 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 7,19 Millionen Euro auf den ersten Bauabschnitt, der nun in die Umsetzung gehen soll.

Geplant ist der Neubau eines modernen Feuerwehrgebäudes mit sieben Fahrzeugstellplätzen, einer Fahrzeugwaschhalle, einer Lagerhalle sowie neuen Einsatz- und Umkleidebereichen für die Feuerwehr. Vorgesehen sind außerdem getrennte Umkleide- und Sanitärbereiche für Frauen und Männer, moderne Schwarz-Weiß-Trennungen zur Vermeidung von Kontaminationsverschleppungen, Lagerräume für Einsatzmaterialien sowie ein Bereitschaftsraum.

Im Obergeschoss sollen Büroräume für die Wehrleitung und die Löschgruppenführung, Schulungs- und Besprechungsräume, ein Funkraum, eine Küche sowie weitere Funktionsräume entstehen. Das Dach des Neubaus soll mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden.

Auch die Zukunft der Rettungswache am Standort Herscheid spielt in den Planungen eine wichtige Rolle. Der Märkische Kreis hat signalisiert, die Rettungsaußenstelle langfristig erhalten zu wollen. Deshalb sollen in einem weiteren Bauabschnitt neue Fahrzeughallen, Umkleideräume, Büros, Aufenthalts- und Sanitärräume für die Mitarbeitenden des Rettungsdienstes geschaffen werden.

Während der gesamten Planungsphase wurden die Verantwortlichen der Feuerwehr eng eingebunden. Nach Angaben der Verwaltung wurden sämtliche wesentlichen Entscheidungen gemeinsam mit der Feuerwehr abgestimmt.

Der derzeitige Zeitplan sieht vor, den Bauantrag noch im Sommer 2026 einzureichen. Nach Erteilung der Baugenehmigung und Durchführung der Ausschreibungen könnte der Baubeginn im zweiten Quartal 2027 erfolgen.

Mit dem nun gefassten Beschluss wird ein weiterer wichtiger Schritt zur langfristigen Sicherung einer leistungsfähigen Feuerwehr und Rettungswache in Herscheid eingeleitet. Die weiteren Planungen für die nächsten Bauabschnitte sollen nun fortgeführt werden.

 

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