Feuerwehr- und Katastrophenschutzausschuss: Berglöwen wünschen sich Carport für den Räriner Toilettenwagen
Der Feuerwehr- und Katastrophenschutzausschuss der Gemeinde Herscheid hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit einem Bauvorhaben des Fördervereins der Löschgruppe Rärin – „Die Berglöwen“ beschäftigt. Geplant ist die Errichtung eines Unterstandes für den vereinseigenen Toilettenwagen sowie eine Überdachung des Grillplatzes am Feuerwehrgerätehaus in Rärin.
Der Förderverein verfügt über einen eigenen, neuwertigen Toilettenwagen, der sowohl bei Veranstaltungen der Löschgruppe eingesetzt als auch an externe Veranstalter vermietet wird. Der Anhänger wird derzeit unmittelbar neben dem Feuerwehrgerätehaus abgestellt, allerdings ohne wettergeschützte Unterstellmöglichkeit. Um den Toilettenwagen langfristig vor Witterungseinflüssen zu schützen, möchte der Förderverein einen Carport errichten. Die Finanzierung soll durch Eigenmittel und Spenden erfolgen, die Bauausführung durch ein fachlich geeignetes Unternehmen.
Als Standort ist die Südseite des Feuerwehrgerätehauses vorgesehen. Dort befindet sich bereits eine Fertiggarage, an die der geplante Unterstand angebaut werden soll. Der Carport soll eine Länge von 7 Metern, eine Breite von 4 Metern und eine Höhe von 3,25 Metern erhalten und ausreichend Platz für den Toilettenanhänger bieten.
Darüber hinaus soll auf der Terrasse des Feuerwehrgerätehauses auch der dort vorhandene Grillplatz überdacht werden. Die geplante Überdachung hat eine Länge von 6 Metern, eine Breite von 4 Metern und ebenfalls eine Höhe von 3,25 Metern. Beide Bauwerke sollen an die bestehende Garage anschließen – die Terrassenüberdachung und der Carport. Statistisch werden die Konstruktionen jedoch eigenständig ausgeführt, sodass keine zusätzliche Belastung auf die bestehende Garage übertragen wird.
Optisch sollen sich die Bauwerke an das erst im August 2023 fertiggestellte Feuerwehrgerätehaus anpassen. Vorgesehen ist daher eine Holzbauweise mit entsprechender Farbgebung. Sowohl der Carport als auch die Überdachung sollen als Flachdachkonstruktionen mit umlaufender Attika ausgeführt werden. Zudem ist geplant, im Zuge der Baumaßnahme auch das alte Dach der Fertiggarage zu überbauen, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen. Die Baukörper sollen insgesamt in einer modernen, kubischen Form gestaltet werden.
Die Erschließung des Unterstandes soll über die bereits vorhandene geschotterte Fläche neben dem Feuerwehrgerätehaus erfolgen, sodass keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich sind. Für die neu entstehenden baulichen Anlagen übernimmt der Förderverein vollständig die Verantwortung, unter anderem für Verkehrssicherungspflichten, Instandhaltung und alle weiteren damit verbundenen Aufgaben.
Vor der Sitzung fand zunächst eine Ortsbesichtigung statt. Dabei verschafften sich die Mitglieder des Ausschusses gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung sowie Mitgliedern der Löschgruppe einen Eindruck von den örtlichen Gegebenheiten und dem geplanten Standort der Bauwerke. Da der Ausschuss neu gegründet wurde, nutzten die Ausschussmitglieder gern die Gelegenheit, sich das Gerätehaus von innen und außen anzuschauen und mit Löschgruppenführer Thomas Felske ins Gespräch zu kommen. Nach der Bereisung des Feuerwehrgerätehauses in Herscheid im Februar war dies das zweite Objekt. Auch die anderen Gerätehäuser im Gemeindegebiet sollen in den kommenden Monaten besichtigt werden.
Im Rahmen der anschließenden Beratung im Bürgersaal wurden verschiedene Punkte zum geplanten Bauvorhaben angesprochen, die vor einer endgültigen Antragstellung noch näher geprüft werden sollen. Insbesondere Fragen zur möglichen Flächenversiegelung sowie zur Abwasserbeseitigung standen dabei im Fokus der Diskussion.
Der Ausschussvorsitzende Alexander Zuchowski schlug daraufhin vor, zunächst eine Bauvoranfrage bei der Baugenehmigungsbehörde des Märkischen Kreises zu stellen. Auf diese Weise sollen offene Fragen frühzeitig mit der Genehmigungsbehörde geklärt werden, bevor ein formeller Bauantrag eingereicht wird.
Der Feuerwehr- und Katastrophenschutzausschuss folgte diesem Vorschlag. Der entsprechend angepasste Beschluss, zunächst eine Bauvoranfrage zu stellen, wurde einstimmig gefasst. Bei positivem Ausgang soll die Verwaltung dann beauftragt werden, den Bauantrag zu stellen.