Überwältigendes Interesse am Thema „Photovoltaik und Batteriespeicher“

Das Interesse war überwältigend: ZurVortragsveranstaltung zum Thema „Photovoltaik und Batteriespeicher“ kamen etwa 120 Personen in die Aula des Bildungszentrums Rahlenberg. Eingeladen hatten der Klimaschutzmanager der Gemeinde – Simon Mai – und die Verbraucherzentrale.

„Die Anzahl der interessierten Zuhörer war sogar so groß, dass das Kontingent an Stühlen kurzfristig noch erweitert werden musste“, freute sich Simon Mai über den regen Zuspruch. Er erklärt die Dringlichkeit zur Aufklärung der Bürger: „Die Zeit zum Ausbau der Erneuerbaren Energien drängt. Der Ausbau ist nicht nur zur Einhaltung des im Pariser Klimaabkommen ratifizierten 1,5-Grad- Ziels unabdinglich, sondern hilft auch dabei, unabhängiger von Energieimporten zu werden. Nur wenn es gelingt den Energiesektor klimaneutral zu entwickeln, können auch nachfolgende Prozesse und Aktivitäten so gestalten werden, dass dabei keine oder zumindest deutlich weniger Treibhausgase ausgestoßen werden“, so Mai.

Die gute Nachricht: Die Sonnenenergie ist glücklicherweise frei verfügbar und jeder kann sie mit einer passenden Anlage nutzen. Wichtig ist aber zu wissen, welche Anlage sich wann und wo lohnt.

„Da hier zunächst einige technische und rechtliche Fragestellungen zu klären sind, haben wir uns als Gemeinde sehr gefreut, in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW Herrn Halbrügge als erfahrenen Referenten für den Vortrag gewinnen zu können“, so Mai.

Der Referent erläuterte während seines Vortrags zunächst die technischen Grundlagen von Photovoltaikanlagen und gab anschließend Empfehlungen zur Auslegung und Planung der Anlagen. Darüber hinaus ging er auch auf die Kosten und Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen ein und erläuterte dies an Rechenbeispielen von fiktiven Solaranlagen.

Die Anlagekosten seien in der jüngeren Vergangenheit zwar leicht gestiegen, über einen Betrachtungszeitraum von 20 Jahren (Förderzeitraum EEG-Vergütung) ließe sich aber grundsätzlich jede Anlage so planen, dass sie wirtschaftlich rentabel ist. Es gilt dabei, je größer die Anlage dimensioniert sei und je höher der Eigenverbrauchsanteil, desto schneller amortisiere sich eine solche Anlage. Durchaus ratsam sei es deshalb auch den eigenen Stromverbrauch an das Erzeugungsprofil anzugleichen.

Ein Batteriespeicher sei unter den aktuellen Gegebenheiten wirtschaftlich nicht unbedingt sinnvoll, könne sich jedoch aus anderen Gründen, z. B. der Unabhängigkeit und Autarkie durchaus lohnen.

Für eine erste Grobeinschätzung zur Planung der eigenen PV-Anlage empfahl der Referent das Online-Tool „Solarrechner“ der Verbraucherzentrale NRW.

Der Vortrag war interaktiv gestaltet, sowohl während des Vortrags als auch danach bestand die Möglichkeit Fragen zu stellen oder eigene Erfahrungen zu teilen. „Dieses Angebot wurde sehr gut angenommen, sodass auch nach dem eigentlichen Ende des Vortrags noch ein lebendiger Austausch stattfand“, zeigte sich Simon Mai  nach der Veranstaltung sehr zufrieden.

Coronatest: Möglichkeiten in Herscheid

Kostenlose Bürgertestungen werden aktuell im DRK-Heim Im Uerp in Herscheid durchgeführt. Auch in Hüinghausen gibt es eine Schnellteststation, direkt an der Habbeler Straße.

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