Corona-Virus: Situation in Herscheid

Aktuelle Informationen zur Coronavirus Pandemie (Update 30.3.20, 16:00 Uhr)

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.3.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt.

Im Märkischen Kreis gibt es laut Mitteilung der Kreisverwaltung vom 30.3.2020 derzeit 110 mit dem Coronavirus Infizierte; 375 Kontaktpersonen stehen unter Quarantäne. 

In Herscheid gibt es zwei infizierte Person und 5 Kontaktpersonen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland seit 17.3.2020 insgesamt als hoch ein, in besonders betroffenen Gebieten, zu denen Herscheid aber nicht gehört, auch als sehr hoch.

Aufgrund der durch die Infektionskrankheit ausgelösten Gefahrenlage hat sich beim Märkischen Kreis ein Krisenstab gebildet. Aktuelle Informationen finden Sie auf der Internetseite des Märkischen Kreises www.maerkischer-kreis.de.

Die Landesregierung hat am 22.03.2020 ein weitreichendes Kontaktverbot für Nordrhein-Westfalen erlassen. Am Montag 23.03.2020 ist die Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS -CoV-2 (CoronaSchVO) des Landes NRW in Kraft getreten. Danach werden u. a. Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen untersagt. 

Ausgenommen sind die Verwandten in gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen, die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen, zwingend notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und betreuungsrelevanten Gründen.

Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs bleibt zulässig.

Einige zentrale Änderungen im Überblick:
 
Stationäre Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
Besuche sind grundsätzlich untersagt, wenn sie nicht der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienen oder aus Rechtsgründen erforderlich sind. Die Einrichtungsleitung soll Ausnahmen unter Schutzmaßnahmen und nach Hygieneunterweisung zulassen, wenn es medizinisch oder ethisch-sozial geboten ist (z.B. auf Geburts- und Kinderstationen sowie bei Palliativpatienten).
 
Handwerk, Dienstleistungsgewerbe
Handwerker und Dienstleister können ihrer Tätigkeit mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen weiterhin nachgehen.

Augenoptikern, Hörgeräteakustikern, orthopädischen Schuhmachern und anderen Handwerkern mit Geschäftslokal ist dort aber der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen verbundenen Waren untersagt; ausgenommen ist notwendiges Zubehör.

Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden kann (insbesondere von Friseuren, Nagelstudios, Tätowierern, Massagesalons), sind untersagt.

Therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, bleiben gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden.
 
Handel
Der Betrieb von Bau- und Gartenbaumärkten bleibt zur Versorgung von Gewerbetreibenden und Handwerkern zulässig. Anderen Personen darf der Zutritt nur gestattet werden, wenn zum Schutz vor Infektionen geeignete Vorkehrungen getroffen sind (insbesondere Maßnahmen zur Sicherstellung von Mindestabständen und Schutzvorrichtungen für das Kassenpersonal), unter diesen Voraussetzungen dürfen auch Floristen ihren Betrieb fortsetzen.
 
Gastronomie
Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Mensen, Kantinen und anderen gastronomischen Einrichtungen ist untersagt.

Die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf ist zulässig, wenn die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden. Der Verzehr ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung untersagt.
 
Veranstaltungen, Versammlungen, Gottesdienste, Beerdigungen
Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt. Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge (insbesondere Blutspendetermine) zu dienen bestimmt sind. Versammlungen zur Religionsausübung unterbleiben; Kirchen, Islam-Verbände und jüdische Verbände haben entsprechende Erklärungen abgegeben.

Zulässig sind Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete im engsten Familien- und Freundeskreis.
 
Bibliotheken
Bibliotheken einschließlich Bibliotheken an Hochschulen haben den Zugang zu ihren Angeboten zu beschränken und nur unter strengen Schutzauflagen (insbesondere Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, Reglementierung der Besucherzahl, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Lese- und Arbeitsplätzen von 2 Metern, Hygienemaßnahmen, Aushänge mit Hinweisen zu richtigen Hygienemaßnahmen) zu gestatten.

Zur Umsetzung der Rechtsverordnung sind die zuständigen Behörden gehalten, die Bestimmungen energisch, konsequent und, wo nötig, mit Zwangsmitteln durchzusetzen. Dabei werden sie von der Polizei unterstützt. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro und als Straftaten mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verfolgt. Die zuständigen Behörden sind gehalten, Geldbußen auf mindestens 200 Euro festzusetzen.

Bürgerbus Herscheid:
Der Bürgerbusverein Herscheid setzt den Fahrbetrieb des Bürgerbusses bis zum Ende der Osterferien aus.

Abfallentsorgung:
Die Schadstoffsammlung durch die Fa. Lobbe wird ab 19.03.2020 bis auf Weiteres eingestellt.

Schulen und Kitas:
Durch den Erlass des Ministeriums für Schule und Bildung NRW sind alle Schulen ab Montag, den 16.03.2020, geschlossen. OGS findet (einschließlich Ferienbetreuung) nicht statt! Es gibt nur eine Notgruppe für Kinder mit Eltern aus kritischen Infrastrukturberufen. Das Ministerium für Schule und Bildung hat alle Schulen in Nordrhein-Westfalen angewiesen, ab Montag, 23. März 2020, die Notbetreuung für Kinder von Eltern und Erziehungsberechtigten mit Berufen in der kritischen Infrastruktur zu erweitern: Die Notbetreuung in Schulen wird auf das Wochenende sowie die Osterferien 2020 ausgeweitet. Darüber hinaus können Eltern, auch alleinerziehende, die nachweislich in Berufen im Bereich der kritischen Infrastruktur tätig sind, künftig unabhängig von der beruflichen Situation des Partners oder des anderen Elternteils die Notbetreuung an Schulen sowohl am Vormittag als auch in der OGS am Nachmittag nutzen, sofern eine eigene Betreuung nicht gewährleistet werden kann.

Hinsichtlich der Elternbeiträge haben sich die kommunalen Spitzenverbände mit der Landesregierung am 26.3.20 auf einen Kompromiss für den Monat April verständigt; u. a. verzichten die Kommunen für den Monat April auf die Erhebung der Beiträge in den drei Betreuungsformen (KIBIZ/OGS/Tagespflege).

Mit Erlass vom 13.03.2020 des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW erging eine Weisung zum Betretungsverbot von Gemeinschaftseinrichtungen (u. a. Kindertageseinrichtungen) ab Montag, 16.03.2020. Kitas bleiben danach nur für Kinder mit Eltern aus kritischen Infrastrukturberufen weiter geöffnet. Die aufgrund der Weisung des Ministeriums erlassene Allgemeinverfügung des Ordnungsamtes der Gemeinde Herscheid finden Sie hier.

Bitte beachten Sie die weiteren Informationen der Einrichtungen.

Rathaus:
Das Rathaus bleibt weiterhin geöffnet. Um das Ansteckungsrisiko für Sie sowie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung möglichst gering zu halten, bitten wir Sie darum, persönliche Vorsprachen auf das dringend notwendige Maß zu beschränken. Bitte fragen Sie zuvor telefonisch nach, ob das Anliegen nicht auch auf anderem Weg erledigt werden kann.

Alle Dienststellen im Rathaus sind bis zum 19.04.2020 nur noch wie folgt geöffnet:

Montags und freitags von                       8 – 12 Uhr
Dienstags von                                       8 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr
Donnerstags von                                   8 – 12 Uhr und 14 – 18 Uhr

Das Bürgerbüro ist seit 16.03.20 personell nur eingeschränkt besetzt. Es ist auch bei reduzierten Besuchen mit Wartezeiten zu rechnen.

Dienstreisen und Außentermine der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde werden nur noch wahrgenommen, wenn sich diese nicht verschieben lassen. 

Besuche zu Alters- und Ehejubiläen des Bürgermeisters oder seiner beiden Stellvertreter werden zurzeit ausgesetzt. Da ältere Menschen besonders gefährdet sind, möchten wir das Risiko für die Jubilare nicht erhöhen und bitten um Verständnis.

Das Gemeindearchiv und die Gemeindebücherei im Rathaus sind geschlossen. Sprechstunden der Pflegeberatung des Märkischen Kreises, des Jugendamtes und des Gemeinnützigen Wohnungsunternehmens (GWU) finden derzeit im Rathaus nicht statt.

Jobcenter und Arbeitsagentur:
Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen ab sofort ohne Nachteile. Kundinnen und Kunden müssen diese Termine nicht absagen, nicht anrufen oder vorsprechen und haben dadurch keine finanziellen Nachteile.  Dies gilt auch für die Auszahlung von Kindergeld und Kinderzuschlag.
Die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt in allen unseren Dienststellen der Arbeitsagenturen und Jobcentern im Märkischen Kreis wird eingeschränkt und bleibt nur für Notfälle zur Bargeldauszahlung bestehen.  
Eine Arbeitslosmeldung kann ab sofort auch telefonisch erfolgen. Ein Antrag auf Grundsicherung kann formlos in den Hausbriefkasten der Dienststelle eingeworfen werden.  Anträge können ebenfalls formlos per Mail oder über unsere eServices www.arbeitsagentur.de/eServices und www.jobcenter-mk.de  gestellt oder in den Hausbriefkasten eigeworfen werden. Es entstehen keine Nachteile.
Telefonische Erreichbarkeit von Montag – Freitag von 08:00 – 18:00 Uhr unter den gebührenfreien Hotlines: Arbeitsagentur (bundesweit): 0800 4 5555 00  Jobcenter Märkischer Kreis:  0800  666 4 888

Besonnenes Handeln
Bereits seit Anfang März tagt regelmäßig die Führungskräfterunde aus Bürgermeister und Fachbereichsleitern, um die aktuelle Lage zu erörtern. „Wir nehmen die Situation sehr ernst, bleiben aber ruhig und besonnen“, so Bürgermeister Uwe Schmalenbach.

Nach wie vor sind vor allem frühzeitiges Erkennen einer Infektion und präventive Maßnahmen geboten. Zudem ist zu empfehlen, sich regelmäßig bei offiziellen Anlaufstellen über die aktuelle Lage- und Risikobewertung zu informieren. 

Bürgertelefon
Das Gesundheitsministerium des Landes NRW bietet für Informationen zum Coronavirus ein Bürgertelefon an. Das ServiceCenter ist montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr unter der Nummer 0211 - 91191001 zu erreichen.

Das Bürgertelefon bietet keine medizinische Beratung zum Coronavirus an. Bei Fragen zu einer möglichen Infektion ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Den Besuch in der Praxis oder im Krankenhaus sollten Sie vorher telefonisch ankündigen.

Aktuelle Informationen über das Coronavirus finden Sie auf den folgenden Internetseiten:

Internetseite des NRW-Gesundheitsministeriums
Internetseite des Robert Koch-Instituts
Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums
Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung