Radeln für ein gutes Klima: Herscheid ist dabei

Gemeinsam mit den 14 weiteren Kommunen des Märkischen Kreises ruft auch der staatlich anerkannte Erholungsort Herscheid in diesem Jahr erstmalig zur Teilnahme am Stadtradeln auf.

Es handelt sich dabei um einen Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. „Dabei ist es egal, ob man bereits jeden Tag fährt oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs ist. Jeder Kilometer zählt – erst recht, wenn er sonst mit dem Auto zurückgelegt worden wäre“, erklärt Klimaschutzmanager Simon Mai, der in diesem Zeitraum genauso häufig auf das Rad setzen möchte, wie auch Bürgermeister Uwe Schmalenbach. Die beiden Hobby-Radler möchten ebenfalls viele Bürgerinnen und Bürger der Ebbegemeinde dazu motivieren, mitzumachen und das Auto gegen den Drahtesel zu tauschen.

„Die Förderung des Radverkehrs ist ein wichtiger Punkt des Herscheider Klimaschutzkonzeptes“, stellt Simon Mai als lokaler Klimaschutzmanager heraus. Deshalb möchte die Gemeinde mit der Teilnahme an der Aktion vom 15. August bis zum 4. September zum einen Aufmerksamkeit für das Fahrrad als klimafreundliches Verkehrsmittel erzeugen, zum anderen lädt die Kommune aber auch alle Teilnehmer während des dreiwöchigen Aktionszeitraums dazu ein, über die Plattform RADAR! Meldungen zur Verbesserung der Radinfrastruktur abzugeben, um diese so nachhaltig und vor allem bedarfsgerecht verbessern zu können.

Teilnehmen können alle Personen, die in Herscheid wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder zur Schule gehen.

Jeder Kilometer, der während der dreiwöchigen Aktionszeit mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, kann online unter stadtradeln.de eingetragen oder direkt über die entsprechende App getrackt werden. Radelnde ohne Internetzugang können der lokalen Stadtradeln-Koordination wöchentlich die Radkilometer per Erfassungsbogen melden. „Wo die Radkilometer zurückgelegt werden ist nicht relevant, denn Klimaschutz endet an keiner Stadt- oder Landesgrenze“, stellt Simon Mai noch einmal klar.

Das Klima-Bündnis prämiert in fünf Größenklassen die fahrradaktivsten Kommunalparlamente sowie Kommunen mit den meisten Radkilometern (absolut). In beiden Kategorien werden zudem die jeweils besten Newcomer-Kommunen je Größenklasse geehrt. Zudem wird es in Herscheid auch auf lokaler Ebene Prämien für die aktivsten Teilnehmer geben.

Die Kommunen- und Teamergebnisse werden unter stadtradeln.de/ergebnisse bzw. auf der Unterseite der Kommunen veröffentlicht.

Simon Mai weist in diesem Zusammenhang auch schon einmal vorab auf das Rahmenprogramm hin: Am 18. August soll es um 9 Uhr einen Technikberatungstermin im Bürgersaal geben. Dort können alle Interessierten ihr Rad kostenlos checken lassen und sich Tipps von Experten des ADFC einholen.

Anschließend findet um 10 Uhr ein Pedelec-Training für Senioren statt.

Für den 21. August ist eine gemeinsame Tour geplant, mit allen Akteuren aus Plettenberg, Herscheid und Werdohl. Mit dabei sind auch Mitglieder des ADFC. Anschließen soll sich ein Aktionstag unter dem Stephansdachstuhl in Plettenberg. Zu allen Angeboten wird aber noch einmal gesondert eingeladen und berichtet.

Zwar sind es bis zum Start noch ein paar Wochen, Interessierte können sich aber – sofern noch nicht geschehen – bereits registrieren: https://www.stadtradeln.de/herscheid

Für Rückfragen, Hinweise und Anregungen steht der Herscheider Klimaschutzmanager, Simon Mai, unter der E-Mail-Adresse herscheid@stadtradeln.de gerne zur Verfügung.

 

Daten und Fakten

Warum brauchen wir mehr Radverkehr?

Kohlendioxid-Emissionen vermeiden

  • Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr. · 
  • Im Jahr 2010 verursachten Pkws und Krafträder 79 % der Kohlendioxid-Emissionen im Personenverkehr.
  • Etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 ließen sich alleine in Deutschland vermeiden, wenn zirka 30 % der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren werden.

Radverkehrsanteil steigern

  • 80 % der Haushalte in Deutschland besitzen ein Fahrrad, trotzdem liegt der Anteil aller Wege, die in Deutschland geradelt werden, durchschnittlich bei nur 10 %.
  • Nach Angaben des Fahrrad-Monitor Deutschland 2015 sind rund 82 % der Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren der Meinung, dass sich Entscheidungsträger*innen auf kommunaler Ebene stärker mit dem Thema Radverkehrsförderung beschäftigen sollten. Dabei sprechen sich die Befragten u.a. für den Bau von mehr Radwegen (63 %) und mehr Fahrradabstellanlagen (47 %) aus.