Sitzung des Sportauschusses: Die wichtigsten Themen im Überblick

Sportetat 2021

Der Sportetat 2021 stand unter anderem auf der Tagesordnung des Sportausschusses, der am 9. Februar getagt hatte. Große Hoffnung setzen Sportler und Verwaltung in eine beachtlichen Fördersumme, die für die Umgestaltung der Sportanlage im Müggenbruch verwendet werden soll. Bereits im vergangenen Jahr war dazu ein Förderantrag gestellt worden, leider wurde der Herscheider Sportplatz dabei vom Land NRW nicht berücksichtigt. Damals ging es um eine Förderung von hundert Prozent. Jetzt hofft man auf die zweite Runde, bei der nach einer Zusage eine Fördersumme von immerhin 90 Prozent versprochen wird. Sollte die Zusage kommen, könnte der Sportplatz saniert werden und ein angrenzendes Sportlerheim errichtet werden. Man rechnet mit Kosten von insgesamt rund 1,18 Millionen Euro für die gesamte Maßnahme. „Bisher haben wir leider noch kein Signal aus Düsseldorf erhalten. Man konnte noch bis Mitte Januar Anträge einreichen. Wir haben jedenfalls alles form- und fristgerecht eingereicht und hoffen jetzt, dass wir berücksichtigt werden“, erklärte Bauamtsleiter Lothar Weber auf eine Nachfrage zum aktuellen Stand der Dinge.

Ein Votum gab es zu diesem Tagesordnungspunkt noch nicht, da noch nicht alle Fraktionen zum Zeitpunkt der Ausschusssitzung ihre Haushaltsplanberatungen durchgeführt hatten.

Radwegeausbau

Ein Ausschussmitglied informierte sich während der Sitzung über den aktuellen Stand des Radwegeausbaus in und um Herscheid. „Im vergangenen Jahr konnten wir bereits den Abschnitt parallel zur L 561, zwischen dem Sportplatz und dem Müggenbrucher Weg, fertigstellen. Als nächsten Schritt wollen wir dann bis nach Birkenhof und dann bis zur Firma Alberts nach Grünental in Angriff nehmen. Die Grundstückseigentümer haben dem Vorhaben zugestimmt. Aktuell müssen nur noch landschafts- und wasserrechtliche Fragen geklärt werden, damit ausgeschrieben werden kann. Weber hoffe, dass Mitte 2021 mit den Bauarbeiten des nächsten Teilabschnitts begonnen werden könne. Diese Maßnahme wird gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW umgesetzt. Die Planungen und die damit verbundenen Kosten liegen in der Verantwortung der Gemeinde. Die eigentlichen Baumaßnahmen werden vom Landesbetrieb Straßen.NRW finanziert und durchgeführt.

Freibad

Das Herscheider Freibad war ebenfalls Thema in der Ausschusssitzung, der eine nicht-öffentliche Begehung des Bades vorausgegangen war. Die Ausschussmitglieder hatten die Gelegenheit, sich einen Überblick über die aktuellen Umbauarbeiten zu verschaffen.

Unter anderem sei es 2021 ein Ziel, die Besucherzahlen des Bads zu steigern, um Einnahmen zu generieren. Auf die Frage, wie man dieses Ziel erreichen könne, äußerte sich Bürgermeister Uwe Schmalenbach: „Wir investieren in erster Linie in das Bad, um es für alle Besucher attraktiv zu halten. Die Besucherzahlen können wir in diesem Jahr sicherlich nicht steigern“, erklärte er bezogen auf die Coronapandemie und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Betrieb. Dennoch halte er es für sinnvoll, gegebenenfalls den Flyer noch einmal neu aufzulegen, um für das Bad zu werben oder eventuell auch Anzeigen zu schalten. Außerdem regte man an, weiterhin Werbung über die verschiedenen Social Media-Kanäle betreiben zu wollen.

Zum Stand der Bauarbeiten im Freibad erklärte Lothar Weber: „Wir sind bisher im Zeitplan. Wir werden voraussichtlich Ende April/ Mitte Mai fertig werden. Allerdings müssen wir schauen, wie die Witterungsverhältnisse in den kommenden Wochen sind. Bis minus 5 Grad kann geschweißt werden, danach wird es schwierig“, so der Bauamtsleiter. Die Bauarbeiter der Firma Zeller aus Österreich sollen Ende Februar/ Anfang März – wenn das Wetter mitspielt – ihre Arbeiten fortsetzen.

Personalsituation im Freibad

Ein Thema, das nach wie vor Sorgen bereitet, ist die Personalsituation im Herscheider Freibad. Nachdem Gunnar Preibusch im vergangenen Jahr das Bad verlassen hat, sucht man immer noch nach einem geeigneten Nachfolger. Bewerbungsgespräche verliefen bisher ins Leere, wie Bürgermeister Uwe Schmalenbach erklärte. Man habe die Stelle bereits deutschlandweit ausgeschrieben. Generell gebe es einen Mangel an Fachangestellten für Bäderbetriebe. Einen weiteren Grund sieht der Bürgermeister auch in den unflexiblen Arbeitszeiten während der Sommersaison: „Wir haben in der Regel vom 1. Mai bis 10. September durchgehend an 7 Tagen in der Woche geöffnet, da lassen die Arbeitszeiten wenig Spielraum“, erklärt er dazu. Es muss immer ein Schwimmmeister vor Ort sein, um den Betrieb in vollem Umfang aufrechtzuerhalten.

Schmalenbach erklärte: Sollte kein geeigneter Schwimmmeister gefunden worden sein, muss man andere Maßnahmen in Betracht ziehen. Eventuell könne man über eine Kooperation mit einem anderen Bad nachdenken.

Im schlimmsten Fall müsse man die Betriebszeiten anpassen und zunächst mit einem Schwimmmeister in die Saison starten. „Das wollen wir natürlich verhindern. Aber: Langsam wird es eng!“, bedauerte Uwe Schmalenbach. Deshalb sollten sich Interessierte bewerben. Zu unseren Stellenausschreibungen geht es hier.