Ortrud Struck startet in einen neuen Lebensabschnitt

Die kommenden Wochen werden definitiv ruhiger für Ortrud Struck. Die langjährige Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung genießt seit dem 1. Januar ihren verdienten Ruhestand. Seit 1994 war sie für die Gemeinde Herscheid aktiv. 21 Jahre lang davon im Jugendzentrum, wo sie ihre „schönsten Berufsjahre“ verbracht hat. Als gelernte Erzieherin lag ihr die Arbeit mit Heranwachsenden besonders gut und habe ihr – laut eigener Aussage – viel Freude über all die Jahre bereitet.

In ihren letzten Jahren bei der Gemeinde war sie jedoch im Rathaus beschäftigt, da aufgrund einer Neustrukturierung des Bereiches Jugendarbeit die Funktionen neu verteilt worden waren. „Ich habe mich dann hauptsächlich um die Büroarbeit für das Jugendzentrum gekümmert“, beschreibt Ortrud Struck ihre Tätigkeit. Das sei anfänglich gar nicht so leicht gewesen, schließlich habe sie – im Gegensatz zu dem Großteil der im Rathaus Beschäftigten - keine verwaltungsbasierte Ausbildung genossen. „Ich hatte zum Glück in all den Jahren hier ganz tolle Kolleginnen und Kollegen, von denen ich alles gelernt habe“, sei sie erleichtert gewesen.

Was ihr bis zuletzt ebenfalls viel Freude bereitet habe, seien die „Sonderaufgaben“ gewesen, um die sie sich federführend gekümmert habe. Das waren beispielsweise die Vorbereitung und Durchführung des Stöbertages, die Informationspakete für die Eltern von Neugeborenen oder die Organisation der Weihnachtsstern-Verteilung für die Herscheider Senioren in der Adventszeit. „Das waren sozusagen die Bonbons, um die ich mich wirklich mit Vergnügen gekümmert habe“, berichtet Ortrud Struck. Besonders der Stöbertag sei jedes Jahr eine willkommene Abwechslung für sie gewesen: „Ich habe in der Zeit viele Kinder von damaligen Jugendzentrums-Kindern wiedergetroffen. Das war immer ganz besonders schön“, so Ortrud Struck, an die sich viele Herscheider sicherlich aus ihren „jungen Jahren“ noch erinnern können.

Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt für unsere ehemalige Mitarbeiterin. Sie hat sich für ihre Rentenzeit vorgenommen, hin und wieder mit ihrem Mann zu verreisen und Zeit mit ihren beiden Enkelkindern zu verbringen. Zunächst hoffe sie aber erst einmal, dass das Coronavirus endlich bekämpft werde und ihr erlauben würde, endlich wieder Freunde, Bekannte und Verwandte zu treffen.