Herscheider Erinnerungen: Schule zu Neuemühle

Wie schon in 2021 geschehen, möchten wir Ihnen auch im laufenden Jahr 2022 unseren Heimatkalender digital vorstellen. Der ein oder andere Bürger/ die ein oder andere Bürgerin kann sich sicherlich noch an eines der ehemaligen Schulgebäude im Gemeindegebiet erinnern, die nur noch teilweise erhalten werden konnten. Heuzutage kann man sich nur noch schwer vorstellen, dass es früher in fast allen größeren Ortsteilen eigene Grundschulen gab. 2022 ist nur noch eine Grundschule im Bildungszentrum übriggeblieben, dafür ist diese aber nagelneu und hochmodern.

Die Schule zu Neuemühle wurde 1880 nach Auflösung des Schulverbandes Fürwigge gegründet. Zu ihr gehörten unter anderem die Ortschaft Brink, Neuemühle, Rollsiepen, und Bruch aus der Gemeinde Meinerzhagen, Sonnenhohl, Erlen, Bartmannshof, Becke, Hervel, Stottmert, Steinbachverse, und Neuemühle aus der Gemeinde Herscheid und aus der Gemeinde Lüdenscheid unter anderem Stillebeul und Werkshagen.

Insgesamt umfasste der Schulverband 58 Haushalte mit 328 Personen.

Die Bausumme der Schule betrug 10.645 Mark. Sie wurde am 25.10.1880 mit gleichzeitiger Einführung des Lehrers Friedrich Frohwein eingeweiht.

Das erste Gesetz über die Pensionierung der Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen Volksschulen erschien am 6.7.1885, das erste Gesetz über die Fürsorge für Witwen und Waisen dieser Lehrer folgte am 4.12.1899. Schon vorher waren Witwen- Waisenkassen eingerichtet worden. 1899 erforderte die Schulklasse der Schule zu Neuemühle eine Ausgabe von 669,59 Mark für Herscheid.