Freibad: Saisonstart und Eintrittspreise Thema im Sportausschuss

Freibad Thema im Sportausschuss: Wann wird geöffnet?

Wann wird das Freibad geöffnet? Diese Frage brannte nicht nur den Mitgliedern des Sportausschusses am Dienstag bei der Ortsbesichtigung und anschließenden Sitzung unter den Nägeln. Das Telefon im Freibad klingele mehrmals täglich, wie Schwimmmeister Reiner Wittkamp zu berichten wusste. „Die Leute wollen schwimmen. Sonst haben wir ja immer Anfang Mai geöffnet“, erklärt er. Grund für die Verzögerung der Saisoneröffnung sei eine beauftragte Fremdfirma, die aufgrund hoher Auftragslage nicht dazu kommt, im Freibad ihre Arbeit zu erledigen, erklärt Bürgermeister Uwe Schmalenbach. Das sei sehr ärgerlich, aktuell aber nicht zu ändern. Ärgerlich vor allem, da das Bad aktuell in einem guten Zustand sei und die Schwimmmeister bereits in den Startlöchern stünden: „Wir sind mit unseren Vorbereitungen fertig“, erzählte Betriebsleiterin Adelheid Schreiber. Das Team könne es kaum erwarten, endlich öffnen zu dürfen.

Nicht betriebsbereit ist aber ein wichtiger Bestandteil der technischen Anlage. Und zwar geht es konkret um den Schwallwasserbehälter, der nach erfolgter Baumaßnahme kein Wasser mehr verlieren soll. Am Mittwoch erhalte der Behälter seinen letzten Anstrich. Danach muss die Farbe ca. eine Woche trocknen, ehe dann endlich das Wasser eingelassen werden kann.

Außerdem muss von Fachleuten überprüft werden, ob das Schwimmerbecken dicht ist. Nicht nur das Rohrsystem muss kontrolliert werden, auch die UV-Anlage wird bei dieser Prüfung unter die Lupe genommen. Obwohl man ständig bei der beauftragten Firma nachhaken würde, um Druck zu machen, bekomme man keine konkrete Antwort, wann es soweit sei.

Fest steht: Ohne Schwallwasserbehälter kann das Bad nicht in Betrieb genommen werden. Schmalenbach rechnet also mit einer Eröffnung der Badesaison 2022 frühestens Mitte Mai.

Für den Freibadkiosk haben sich übrigens neue Pächter gefunden, die sich ebenfalls freuen würden, so schnell wie möglich zu starten.

Umbau

Bei der anschließenden Nachbesprechung der Ortsbesichtigung fasste Bürgermeister Uwe Schmalenbach die wichtigsten Punkte zum Stand der Dinge im Freibad noch einmal zusammen. Die aktuelle Kriegssituation hätte auch Auswirkungen auf die Baumaßnahmen im Freibad. „Der Gaspreis wurde bereits im Vorfeld gesichert, das Gas ist bereits bestellt. Darüber sind wir sehr froh“, erklärte er. Allerdings rechne er mit deutlichen Preissteigerungen für die anstehenden Baumaßnahmen, die nach der Freibadsaison 2022 beginnen sollen. Geplant ab Herbst 2022 ist die Umgestaltung des Eingangsbereiches. Im Gebäude steht eine aufwendige Sanierung der Dusch- und Sanitärräume an. Besonders wegen der Brandschutzvorschriften müssen Fluchtmöglichkeiten geschaffen werden. Im Außenbereich soll der Parkplatzbereich saniert werden.

Einig war man sich unter den Ausschussmitgliedern, dass die Baumaßnahmen vermutlich Schritt für Schritt erfolgen müssen. Nicht nur Preissteigerungen für Baumaterialien sind zu erwarten, auch mit einem erhöhten Arbeitsaufkommen der Bauunternehmen müsse gerechnet werden. „Das Wichtigste zuerst“, lautete das Fazit in der Runde.

Besucherzahlen

Bauamtsleiter Jan Koopmann präsentierte die Besucherzahlen des Freibades aus den vergangenen Jahren. Durch die Coronapandemie kamen 2020 und 2021 deutlich weniger Besucher ins Freibad. Ein weiterer Grund war das schlechte Wetter. Zählte man 2019 noch ca. 45.000 Besucher, konnte man 2020 nur etwa 16.000 und 2021 nur noch 12.500 Besucher begrüßen. Fehlenden Erträgen in Form von Eintrittsgeldern aus den vergangenen Jahren stehen also hohe Aufwendungen gegenüber. Dementsprechend sei der Zuschussbedarf auch 2020/ 2021 relativ hoch gewesen, wie Koopmann erklärte – eine ernüchternde Bilanz. Er sei aber sehr zuversichtlich, dass 2022 wieder bessere Zahlen erwartet werden können.

Eintrittspreise

Bezüglich der Eintrittspreise schlug die Verwaltung vor, in der anstehenden Saison keine Veränderungen vorzunehmen. Nach längerer Diskussion waren die Ausschussmitglieder jedoch anderer Meinung und stimmten letztendlich für eine „moderate Erhöhung bei den Erwachsenen“. Die Eintrittspreise für Kinder und Jugendliche wolle man erst einmal unberücksichtigt lassen.

Als Gründe nannte man in erster Linie die Steigerung der Energiekosten. Auch die unkalkulierbaren Mehrkosten der Umbaumaßnahmen müsse man im Auge behalten. Als Vorgriff auf 2023 war man sich letztendlich einig, lieber jetzt schon „moderat anzuheben“, als nächste Saison den „Riesensprung“ vornehmen zu müssen. Teurer werden für Erwachsenedemnach: Einzelkarten (4,50 statt 4 Euro), Zehnerkarten (38 statt 35 Euro), Familientageskarten (13 statt 12 Euro) und Jahreskarten (85 statt 80 Euro). Dauerkarten bleiben unverändert.

Coronatest: Möglichkeiten in Herscheid

Kostenlose Bürgertestungen werden aktuell im DRK-Heim Im Uerp in Herscheid durchgeführt. Auch in Hüinghausen gibt es eine Schnellteststation, direkt an der Habbeler Straße.

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