Feuerwehr-Ehrungen: Respekt und Anerkennung für geleistete Dienste

„Es hat etwas gefehlt!“ Das betonte nicht nur Wehrleiter Andre Zimmermann am Donnerstagabend bei der Ehrung verdienter Feuerwehrmitglieder, sondern auch Bürgermeister Uwe Schmalenbach. Auch wenn die Coronapandemie noch nicht vorüber sei, könne man aktuell aufatmen und Einiges nachholen, was in der vergangenen Zeit so nicht möglich war. Schmalenbach und Zimmermann freuten sich deshalb auch sehr darüber, endlich verdiente Ehrungen wieder durchführen zu können. Der Bürgermeister äußerte aber auch Verständnis dafür, dass die Regeln bei der Feuerwehr als „kritischer Infrastruktur“ nach wie vor streng seien, und somit immer noch keine Treffen in ganz großem Rahmen stattfinden.

„Das dahinterstehende Engagement jedes Einzelnen von Ihnen hat es verdient, dass man so ein Zeitfenster wie jetzt nutzt und nicht noch länger wartet“, erklärte Schmalenbach, dass ihm die Veranstaltung ein sehr wichtiges Anliegen sei.  „Feuerwehr lebt von Gemeinschaft“, betonte der Bürgermeister in seiner Ansprache und stellte damit heraus, wie froh er darüber sei, dass trotz der schwierigen Zeiten ohne jegliche Gemeinschaftsaktionen alle Kameraden/Kameradinnen der Wehr treugeblieben seien.

In diesem Jahr besteht die Freiwillige Feuerwehr Herscheid seit 130 Jahren. Die Gründung der Wehr erfolgte sicher auch vor dem Hintergrund des großes Dorfbrandes 30 Jahre zuvor, bei dem 34 Häuser zerstört wurden. Die bisher größte Brandkatastrophe in der Geschichte der Gemeinde. „Seit dieser langen Zeit gab es viele Ereignisse, bei denen unsere Feuerwehr Schlimmeres verhindern konnte“, erklärte Schmalenbach und ging auf größere Einsätze aus der Vergangenheit ein. Auch in heutigen Zeiten gäbe es immer noch besondere Herausforderungen, denen sich die Freiwilligen zu jeder Tages- und Nachtzeit widmen würden. Das Hochwasserereignis aus dem vergangenen Jahr sei nur ein Beispiel um zu zeigen, wie wichtig eine gut aufgestellte Wehr und der Dienst an der Allgemeinheit sei.

 „Das, was Sie leisten, verdient Anerkennung und Respekt!“, so Uwe Schmalenbach, der im Folgenden ein weiteres wichtiges Thema ansprach. Ihm sei aufgefallen, dass mangelnder Respekt gegenüber Rettungskräften oder Behörden immer mehr in den Fokus rücke. Auch im Rathaus werde man hin und wieder mit „Hassbriefen“ konfrontiert. Dass Einsatzkräfte in Notfallsituationen angegriffen und behindert würden, sei nicht hinnehmbar und in keiner Weise zu tolerieren. Deshalb habe die Gemeinde mit dem Beitritt zum Verein SOKO Respekt ein deutliches Zeichnen setzen wollen. „Wir stehen hinter Ihnen und dem, was Sie für die Gemeinschaft leisten!“, betonte er und ergänzte: „Ich möchte Ihnen allen, stellvertretend für die gesamte Feuerwehr, noch einmal Danke sagen für das, was Sie in den letzten zwei Jahren geleistet haben – gerade unter den pandemischen Bedingungen!“.

Anschließend wurden drei Kameraden für langjährige Mitgliedschaft feierlich geehrt (Gerd Gotzeina 40 Jahre, Gerd Vedder 35 Jahre, Stefan Lienenkämper 25 Jahre) und Norbert Reininghaus und Ulrich Brühne wurden in die Feuerwehr-Ehrenabteilung verabschiedet. Der Abend klang mit einem gemütlichen Beisammensein im Bürgersaal aus.

 

Coronatest: Möglichkeiten in Herscheid

Kostenlose Bürgertestungen werden aktuell im DRK-Heim Im Uerp in Herscheid durchgeführt. Auch in Hüinghausen gibt es eine Schnellteststation, direkt an der Habbeler Straße.

Aktuelle Informationen zur Coronapandemie