Erweiterung des Raiffeisenmarktes: So sehen die Pläne aus

Der Raiffeisenmarkt soll erweitert werden. Solch ein Bauvorhaben dauert oft schon in der Planung mehrere Jahre – so auch in diesem Fall. Am 24. Juni 2019 hatte der ehemalige Planungs-, Bau- und Umweltausschuss einen Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplanes beschlossen.

Diese Änderung war zentrales Thema im letzten Bau- und Planungsausschuss Mitte November. Bauamtsmitarbeiter Jan Koopmann erklärte noch einmal anschaulich die Planungen anhand des Bebauungsplanentwurfs.

Mit der Bebauungsplanänderung soll die planungsrechtliche Voraussetzung für die Erweiterung des
Raiffeisen-Marktes mit einer Verkaufsfläche von 2.000 m² (derzeit 700 m²) geschaffen werden. Dazu sollen die betreffenden Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 23 „Bahnhof“ im Planungsbereich des Raiffeisen-Marktes geändert, insbesondere die vorhandene Gewerbegebiet-Festsetzung, in eine Sondergebiet-Festsetzung „großflächiger Einzelhandel und Tankstelle“ umgewandelt werden.

Mit dem geplanten Marktanbau soll sich ebenfalls die Lage des Haupteingangs ändern, der zukünftig zur Valberter Straße hin ausgerichtet sein soll. Man erreicht das Raiffeisengelände dennoch auch in Zukunft über den Mühlenweg, allerdings soll der jetzige Parkplatz eine Art Durchfahrt zum größer geplanten Parkplatz neben dem Eingangsbereich Richtung Valberter Straße bilden. Dafür muss das Außengelände entsprechend umgestaltet werden. Die jetzige Wiese unterhalb der Valberter Straße müsse abgetragen werden, damit insgesamt um die 45 Stellplätze dort entstehen können, erklärte Koopmann.

Von der Straße Am Mühlengraben kommend soll, so erläuterte der Bauamtsmitarbeiter, eine kleinere Verkehrsfläche in Richtung Betriebsgelände angelegt werden, die als Wendemöglichkeit für Entsorgungsfahrzeuge oder Lkw diene und die Festsetzung der bisherigen Wendeanlage in Verlängerung der Straße Am Mühlengraben ersetzt. Ein Ausbau der Straße Am Mühlengraben als zusätzliche Zufahrt scheitere daran, dass diese planungsrechtlich in dem Bereich zwischen Kurve und Valberter Straße nicht als Straße, sondern als Fuß- und Radweg ausgewiesen ist.

Jan Koopmann ging im Rahmen seiner Erläuterungen auch auf die Ergebnisse einer Verträglichkeitsuntersuchung ein. Die von der Gemeinde beauftragte Cima Management + Beratung GmbH fand heraus, dass durch die Vergrößerung des Raiffeisenmarktes und die Festsetzung der Sortimentsstruktur keine relevanten Kaufkraftabflüsse in und um Herscheid herum zu befürchten sind. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung müsse für die benötigte Änderung des Bebauungsplanes nicht durchgeführt werden: weil der Bereich bereits als gewerblich genutzte Fläche ausgewiesen war, sind wegen der Änderung der Art der baulichen Nutzung keine erheblichen Umweltauswirkungen zu erwarten.

Letztendlich stimmten die Ausschussmitglieder der Bebauungsplanänderung einstimmig zu. Der Bebauungsplan wird demnächst auch öffentlich ausgelegt. Wann der Markt schließlich eröffnet werden könne, stünde zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Coronatest: Möglichkeiten in Herscheid

Kostenlose Bürgertestungen werden aktuell vom DRK im Heim Im Uerp in Herscheid durchgeführt. Auch in Hüinghausen gibt es eine Schnellteststation, direkt an der Habbeler Straße.

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