Elektromobilität in der Region voranbringen: Gemeinsames Projekt zum Ausbau der Ladeinfrastruktur startet

Archivbild: Gemeinde Herscheid

Auch während des Corona-Lockdowns steht der Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit zum Thema Elektromobilität in der Region nicht still: Fünf Kommunen - Schalksmühle, Halver, Meinerzhagen, Kierspe sowie die Gemeinde Herscheid - haben sich nun für einen weiteren gemeinsamen Ausbau der Ladeinfrastruktur zusammengeschlossen.

Im Rahmen des Projekts „Oben an der Volme“ verständigten sich Anfang Februar 2021 die Bürgermeister von Schalksmühle, Halver, Meinerzhagen und Kierspe und Herscheid darauf, eine Offensive zum Ausbau der regionalen Ladeinfrastruktur voranzutreiben.

Als Koordinator fungiert hierbei der Energieversorger Mark-E. Überzeugt hat dabei das von Mark-E vorgestellte Konzept: Hierbei wird nicht nur die öffentliche Ladeinfrastruktur in den Fokus gerückt, sondern auch der Ausbau von privater und gewerblicher Ladeinfrastruktur betrachtet.

In Abstimmung mit dem regionalen Netzbetreiber Enervie Vernetzt finden auch Fragen der Stromnetzbelastung besondere Berücksichtigung. Somit soll ein Ausbau der Stromnetze ausschließlich für die Elektromobilität vermieden und damit die Kosten im Rahmen gehalten werden. Dieser ganzheitliche Ansatz hat alle fünf Bürgermeister überzeugt, sodass alle Kommunen entsprechende Mittel zum Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur bereitstellen wollen. Bereits im Frühjahr 2021 sollen erste operative Schritte zur Umsetzung eingeleitet werden.

Erik Höhne, Vorstandssprecher der Mark-E, hält dieses gemeinsame Projekt für das richtige Signal zum richtigen Zeitpunkt: „Die E-Mobilität ist ein wesentlicher Bestandteil zur Realisierung der Verkehrswende. Wir haben in unserer Strategie als Infrastrukturdienstleister die Klimaneutralität der Region im Blick. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist daher nur konsequent und ein Beitrag für eine klimafreundlichere Mobilität.“

„Dabei sind uns individuelle Lösungen je nach Bedarf der einzelnen Kommune wichtig“, erläutert Uwe Schmalenbach, Bürgermeister der Gemeinde Herscheid. Anfang September 2020 wurde in Herscheid die erste öffentliche Ladesäule am Alten Schulplatz in Betrieb genommen. Der Bürgermeister betont, dass die Säule mit umgerechnet 1000 Ladestunden im Jahr gut angenommen werde. Pro Tag würde man bisher etwa auf zwei bis sieben Ladungen kommen. „Das zeigt, dass wir einen guten Standort ausgewählt haben. In Planung sind weitere Standorte wie etwa der Freibadparkplatz oder an der Gemeinschaftshalle“ so Schmalenbach. Gerade in einem Erholungsort wie Herscheid, der nicht nur an den Wochenenden Touristen anziehen würde, sei es wichtig, dementsprechende Angebote zu realisieren. Außerdem warf Uwe Schmalenbach noch einen Blick in die nahe Zukunft, denn noch in diesem Jahr plane man die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Rathausdach. „Im Zuge dessen kann ich mir auch eine weitere Säule am Rathaus vorstellen“, erklärt der Bürgermeister.

In weiteren Schritten wollen die Bürgermeister und Vertreter der Mark-E „runde Tische“ mit dem Gewerbe und der Industrie vor Ort veranstalten, um auch hier eine gemeinsame, in das Konzept integrierte Lösung, vorzustellen. In allen beteiligten Kommunen bildet hierbei die Automotivbranche einen Schwerpunkt. Auch die weiteren Projektpartner, neben Mark-E die Stadtwerke Lüdenscheid und die Stadtwerke Kierspe, werden sich mit eigenen Projekten weiter am Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur beteiligen.

In Abstimmung mit den beteiligten Kommunen erstellt Mark-E derzeit eine Übersicht der bereits installierten Ladeinfrastruktur. Für Privatkunden, die ebenfalls eine Ladestation zuhause installieren möchten, werden Informationen zu möglichen Varianten und Fördermitteln bereitgestellt. Um in allen Kommunen im Umkreis als auch extern problemlos und komfortabeltanken zu können, empfiehlt die Mark-E den Erwerb der „Drive-Card“. Das Unternehmen ist Mitglied bei „Ladenetz.de“ – einem der größten Partnernetzwerke zum Thema Ladeinfrastruktur. Über ihre Ladekarten erhalten Kunden der Mark-E somit zusätzlich Zugang zu rund 10.000 öffentlichen Ladepunkten in Deutschland und etwa 75.000 E-Tankstellen europaweit.

Eine Übersicht über alle Ladepunkte finden Interessierte hier.