Ehrenamtstag 2023: Das sind die Gewinner des Heimatpreises

Ein Tag ganz im Zeichen des Ehrenamtes. Am Donnerstagabend standen besonders diejenigen Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde im Mittelpunkt, die sich in Herscheid für das Allgemeinwohl engagieren. Dazu hatten Bürgermeister Uwe Schmalenbach und die Gemeindeverwaltung im Vorfeld die Vereinsvorsitzenden und ausgewählte Mitglieder aller Vereine und Organisationen eingeladen, die ganz besonders gewürdigt werden sollten.

In seiner Begrüßungsrede dankte Schmalenbach aber allen ehrenamtlich Tätigen, denn jedes Engagement, egal ob bei der Feuerwehr, dem DRK oder im Sportverein, sei gleich viel wert: „Ohne bürgerschaftliches Engagement im Ehrenamt ist ein freiheitlicher, demokratischer und sozialer Staat nicht denkbar. Sie alle helfen daher auch, unsere Gesellschaft zusammenzuhalten“. Ehrenamtler seien Vorbilder in Sachen Menschlichkeit und Miteinander. Vorbilder, die zum Nachahmen einladen und zum Mitmachen ermuntern würden.

Im Rahmen des diesjährigen Ehrenamtstag wurde auch der Heimatpreis 2022 verliehen. Wie Bürgermeister Uwe Schmalenbach erklärte, seien sechs Bewerbungen unterschiedlichster Art eingegangen.

Platz 1: Förderverein Osemunddenkmal Ahe-Hammer

Eine elfköpfige Jury bestehend aus den Mitgliedern des Hauptausschusses entschied in geheimer Punktevergabe über die Platzierungen. Auf den ersten Platz (2500 Euro Preisgeld) wurde der Förderverein Osemunddenkmal Ahe-Hammer gewählt.

Die Unterhaltung der baulichen Anlagen erfolgt durch die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur. Mindestens genau so bedeutend sei aber, laut Bürgermeister Schmalenbach, dass das Denkmal zugänglich gemacht werde. Dafür ist der Förderverein zuständig, der Veranstaltungen mit Schmiedevorführungen durchführt und  sich um die Unterhaltung des Grundstücks kümmert – in ehrenamtlichem Engagement.

Im Juli 2021 richtete das Hochwasser im Schmiedegebäude „absolutes Chaos an“, so Schmalenbach. „Auch hier ist den Mitgliedern des Fördervereins zu verdanken, dass das Denkmal überhaupt wieder nutzbar gemacht werden konnte. Der Förderverein leistet auf mannigfaltige Weise seinen Beitrag, ein Stück Heimat erlebbar zu machen“, so wird das Jury-Urteil begründet.

2. Platz: Schützenverein Herscheid

Den zweiten Platz sicherte sich der Schützenverein Herscheid (1500 Euro), der in den Umbau der Gemeinschaftshalle einen erheblichen Anteil an Eigenleistung steckte und somit für die Herscheider einen hochmodernen und schönen Raum für Veranstaltungen jeglicher Art schuf. Als das „Wohnzimmer Herscheids“ trägt die Gemeinschaftshalle so zukünftig zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Verwurzelung von Menschen in der Gemeinde bei. "Dies gelingt nur durch den großen, jahrzehntelangen, engagierten und bemerkenswerten Einsatz der Schützen“, ist sich Schmalenbach sicher.

Der Schützenverein Herscheid konnte nämlich, laut Bürgermeister, weitere Kostensteigerungen durch umfangreiche Eigenleistungen verhindern. Die Mitglieder erbrachten seit Mai 2021 bislang mehr als 2.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit.  

Platz 3: Ahnenforschung Hüttebräucker

Auf Platz 3  (1000 Euro) wählten die Jury-Mitglieder Birgit Hüttebräucker, die seit vielen Jahren Ahnenforschung in Herscheid betreibt. In ihrer Funktion als ehrenamtliche Kirchenarchivarin sei es ihr gelungen, einen wahren „Schatz an Informationen“ zu bergen und diesen digital aufzubereiten. Auf diese Weise habe sie das „Gedächtnis der Evangelischen Kirchengemeinde geöffnet“, hob Bürgermeister Uwe Schmalenbach hervor.

Der Bürgermeister dankte noch einmal allen Preisträger:innen für ihr Engagement: „Sie alle machen sich in sehr unterschiedlichen Bereichen um Ihre Heimat verdient. Mit dem Heimatpreis 2022 möchten wir Ihre Verdienste würdigen und uns auf diesem Weg bedanken“.