Das „Hämmchen“ – ein Zuhause für die Waldarbeiter

Als „Hämmchen“ wird ein Ort bezeichnet, der im Habbeler Wald zwischen Hüinghausen, Friedlin und Elsen liegt. Auf dem heutigen Herscheider Ortsplan ist dort auch heute noch eine Hütte eingezeichnet, die jedoch unbewohnt ist. Das einstige Wohnhaus gibt es nicht mehr. Birgit Hüttebräucker vom Geschichts- und Heimatverein hat zur Erstellung des Kalenderblattes im aktuellen Stadtwerke-Kalender folgendes zum „Hämmchen“ zusammengetragen:

Das „Hämmchen“ wurde auch als „auf dem Ham, zum Hamm“, bezeichnet und ist im Hypothekenbuch Herscheid unter der Nummer 209 eingetragen (1733-1739).

Es wird dort als „Hamm nebst dem Stephans Hämmchen“ bezeichnet. In dieser Zeit besitzt es der Landrath von Holtzbrinck, der es den den Erben des Hogreven und Hofrathes Hymmen abgekauft hat. Erwähnt wurde das „Hämmchen“ jedoch viel früher. Schon 1395 musste der Besitzer „Auf dem Hame“ einen Scheffel Hafer an den zeitlichen Pastor von Herschede bezahlen – so ergeben es die Recherchen.

Nachdem um 1735 überwiegend der Familienname Schulte zum Hämmchen erwähnt wird, lässt sich aus späteren Aufzeichnungen erkennen, dass immer zwei Familien gleichzeitig auf dem Hämmchen wohnten (s. zwei Eingänge auf dem Foto). Darunter waren die Familien Hüttebräucker (Vorfahren von Birgit Hüttebräucker) und Cordt, Sassenberg und Lohmüller, Dellori und Treude, Dellori und Stübbe. Birgit Hüttebräucker, die selbst seit 40 Jahren in ihrer Freizeit Ahnenforschung betreibt, hat durch ihre Recherchen herausgefunden, dass häufig die Familien von Waldarbeitern dort lebten.

Die Gebäude am „Hämmchen“, wie sie auf dem Foto zu sehen sind, sind heute nicht mehr da. Sie wurden um 1969 abgerissen. Der genaue Standort lässt sich nur noch erahnen.